Sprach- und Bildungsreisen nach England

Voller Erwartungen erblicken alljährlich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 die berühmten weißen Klippen von Dover. Es ist ein früher Samstagmorgen. Der Kapitän kündigt die Ankunft im Hafen an. Die Uhren werden auf GMT (Greenwich Mean Time) um eine Stunde zurückgestellt und das Abenteuer England beginnt mit dem Besuch von Dover Castle.

Nach Dover  führt uns unser Weg über Canterbury mit der Besichtigung der Kathedrale direkt nach London, wo wir von unseren Gasteltern für die nächsten sechs Tage empfangen werden. Alle sind natürlich gespannt, wer sich hinter den anders klingenden Familiennamen verbirgt. … Und so kann sich sicher jeder gut vorstellen, dass es am nächsten Morgen viel zu erzählen gibt.

Um sich erst einmal einen Überblick über die Größe Londons zu verschaffen, gibt es erst einmal eine umfassende Stadtrundfahrt, die mit dem Besuch der Straßenmärkte in Camden Town endet. Anschließend geht es traditionell zu den Straßenkünstlern von Covent Garden, wo man die Zeit vergessen kann ...

Erste Konversation mit den Gasteltern, Stadtrundfahrt in Englisch und nun kleine Gespräche mit den Händlern – gute Möglichkeiten, das anzuwenden, was man in sechseinhalb Jahren Fremdsprachenunterricht gelernt hat. 

Schüler und Lehrer auf der FähreLondoner Linienbus

Gruppenfoto

Für Montag steht ein ausgedehnter Citywalk, ein Stadtspaziergang, auf dem Programm, bei dem man markanten Sehenswürdigkeiten, Wachsoldaten und Bobbies begegnet. Am Ende erreichen wir die über einhundert Meter hohe St. Paul’s Cathedral, die einen fantastischem Rundblick ermöglicht. Auf dem Wege nach oben wird natürlich in der „Whispering Gallery“ geflüstert.

Dienstag ist Kulturtag. Auf dem Programm steht zunächst der Besuch des original wieder aufgebauten historischen Globe Theatres, wo sehr anschaulich in Form einer Lecture das Theater zu Zeiten William Shakespeares von einem Schauspieler mit einer ordentlichen Portion Britischen Humors vermittelt wird. Manchmal übernehmen auch Schüler kleine Rollen … und ernten natürlich viel Beifall! – Anschließend geht es zum London Eye, um die britische Hauptstadt aus der Vogelperspektive zu erleben, bevor wir am Abend eine Musicalvorstellung erleben. Egal ob „Starlight express“, „We will rock you“ oder „Thriller“ – die tolle Stimmung reißt jeden mit ...

Stadtrundgang  Luftaufnahme Tower Bridge

Wenn man einmal in London ist, dann lohnt sich auch ein Ausflug nach Windsor mit dem größten bewohnten Schloss der Welt. Hier hilft ein Audioguide, viel Interessantes über Windsor Castle zu erfahren. Über die Themsebrücke geht es anschließend zu Fuß nach Eton mit dem gleichnamigen berühmten College.

London Eye Gruppenfoto Globe Theatre

Kein Tag ohne Höhepunkte: So besuchen wir jeweils donnerstags Großbritanniens 8. Weltwunder: Thames Flood Barrier, bevor es zum Nullmeridian nach Greenwich geht. Schüler aus naturwissenschaftlichen Leistungskursen informieren über die Funktionsweise dieser technischen Meisterleistung.

Wenige hundert Meter entfernt auf der gleichen Uferseite der Themse befindet sich der „Airport“ von Emirates, von wo wir zu einem „Panoramaflug“ per Cablecar über die Themse und den O2-Dom nach Greenwich starten. Dort besuchen wir das Old Observatory mit dem Nullmeridian. Gegen 13.00 Uhr, wenn der legendäre rote Zeitball des Observatoriums nach oben gezogen wird, wandern wir durch den Park zum Greenwich Pier.

 Im Museum Londoner Linienbus Stadtrundgang

Auf der Themse bringt uns ein Clipper weiter zum Tower, wo es neben den Kronjuwelen, den berühmten Raben, den Beefeatern noch viele andere geschichtsträchtige Dinge zu entdecken gibt.  

Neben diesem Programm gibt es für die Freizeit tägliche Empfehlungen, in kleinen Gruppen weitere interessante Einrichtungen zu besuchen: Tate Galery, Natural Science Museum, Imperial War Museum und vieles mehr.

Schüler im Museum Geschäft Wachsfiguren der Royals

Und schließlich endet die Kursfahrt mit dem Besuch von Madame Tussaud`s Wachsfigurenkabinett, von wo wir voller Eindrücke wieder nach Taucha reisen. In der Schule wird später fächerübergreifend an die Erlebnisse der Fahrt angeknüpft.

Christian Krusemark, Fachlehrer für Englisch