SchulBrücke Weimar 2020

Die SchulBrücke 2020 in Weimar-
hört sich nicht sonderlich verlockend an, oder? Wahrscheinlich denken die meisten Schüler jetzt an eine Woche verpasster Schulzeit, die aufzuholen ist, und an die nervigen Hygieneregelungen, die eingehalten werden müssen. Diese standen natürlich auch auf dem Tagesplan, aber in Weimar angekommen, wurden letztere schnell zur Nebensache.
Schon vor der Reise teilten wir uns gemäß unseren Interessen in Gruppen auf: Mobiler Journalismus, Schauspiel, Philosophische Debatte und Kreatives Schreiben (mein Interessengebiet). In diesen Gruppen bearbeiteten wir dann in kleinen Workshopgruppen von 8 Mitgliedern das Thema dieses Jahres: „Anders Leben“. Dass dieses sehr aktuell ist, lässt sich schon aus dem Klimawandel schließen, denn dieser zwingt uns dazu, anders zu leben. Aber nicht nur um den Klimawandel ging es in diesen sieben Tagen, auch hörten wir uns eine dreistündige Vorlesung über die Moderne an, in der die Menschen schon die Notwendigkeit sahen, ihre Lebensweise zu ändern.
Aber nicht nur für theoretische Arbeit war Zeit. In der Stadt von Schiller und Goethe bot sich uns die Möglichkeit für eine kulturelle Reise durch die deutsche Geschichte: So besuchten wir u.a. das Museum „Neues Weimar“, die Anna Amalia Bibliothek und Goethes Gartenhäuschen, aber auch die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Buchenwald.
Neben dem Kulturellen lag der Fokus vor allem auf dem Miteinander. So erarbeiteten wir uns in den Gruppen Plakate zu Themen wie dem Klimawandel und zu Utopien. Diese stellten wir den anderen Gruppen während einer Präsentationsrunde (mit genügend Abstand) vor.
Schließlich ging es an den letzten beiden Tagen darum zu beweisen, dass wir die richtigen Gruppen gewählt hatten. Das hieß für mich als Mitglied des „Kreativen Schreibens“, einen Text zum Thema „Anders leben“ zu schreiben. Dabei unterstützte uns der extra angereiste Autor Moritz Hildt, der zuvor noch eine Buchlesung für uns alle gehalten hatte. Mit ihm besuchten wir die Stadt und machten – gar nichts. Wortwörtlich. Wir suchten uns lediglich einen gemütlichen Platz und beobachteten unsere Umgebung und die Menschen um uns herum. Was nach dem Alltag eines Stalkers klingt, führte am Ende sogar dazu, dass wir am Abschlussabend stolz unsere Texte vorführen konnten. Aber auch die anderen Gruppen stellten ihre Arbeiten vor:
So debattierte die Gruppe „Philosophische Debatte“ sehr intensiv, kam dabei aber nicht einmal bis zur eigentlichen Frage, denn darin liegt die Besonderheit dieser Diskussionsform. Es eröffnen sich immer wieder neue, vertiefende Gedankenfelder, die man in einer bestimmten Zeit gar nicht umfassend debattieren kann.
Des Weiteren führte die Schauspiel-Gruppe ein improvisiertes Stück nach Wedekinds „Frühlings Erwachen“ auf und der „Mobile Journalismus“ zeigte zwei selbst gedrehte Videos zu unserem Thema. Wo am ersten Tag noch unsichere Blicke ausgetauscht wurden, entstand im Verlaufe der Zeit eine enge Gemeinschaft aus polnischen und deutschen Schülern. Es hatte sich eine so enge Gemeinschaft gebildet, dass niemand an jenem Abschlussabend daran zweifelte, dass dies alles eine Woche verpassten Schulstoff wert war.
Eine SchulBrücke im Jahr 2020 zu organisieren und durchzuführen, war ein Kraftakt, den die Mitarbeiter dieses Projekts jedoch mit Vergnügen stemmten. Genau diese Leidenschaft ist es, die die SchulBrücke jedes Jahr wieder zu einem wahren Erfolg macht!
An dieser Stelle möchte ich mich bei Dr. Frithjof Reinhardt und Steve Eichler recht herzlich bedanken – auch im Namen von Rosaly H. und Susanne L.

Alexandra Kiefer

SchulBrücke Weimar 2020

Die SchulBrücke 2020 in Weimar – hört sich nicht sonderlich verlockend an, oder? Wahrscheinlich denken die meisten Schüler jetzt an eine Woche verpasster Schulzeit, die aufzuholen ist, und an die nervigen Hygieneregelungen, die eingehalten werden müssen. Diese standen natürlich auch auf dem Tagesplan, aber in Weimar angekommen, wurden letztere schnell zur Nebensache.
Schon vor der Reise teilten wir uns gemäß unseren Interessen in Gruppen auf: Mobiler Journalismus, Schauspiel, Philosophische Debatte und Kreatives Schreiben (mein Interessengebiet). In diesen Gruppen bearbeiteten wir dann in kleinen Workshopgruppen von 8 Mitgliedern das Thema dieses Jahres: „Anders Leben“. Dass dieses sehr aktuell ist, lässt sich schon aus dem Klimawandel schließen, denn dieser zwingt uns dazu, anders zu leben. Aber nicht nur um den Klimawandel ging es in diesen sieben Tagen, auch hörten wir uns eine dreistündige Vorlesung über die Moderne an, in der die Menschen schon die Notwendigkeit sahen, ihre Lebensweise zu ändern.
Aber nicht nur für theoretische Arbeit war Zeit. In der Stadt von Schiller und Goethe bot sich uns die Möglichkeit für eine kulturelle Reise durch die deutsche Geschichte: So besuchten wir u.a. das Museum „Neues Weimar“, die Anna Amalia Bibliothek und Goethes Gartenhäuschen, aber auch die Gedenkstätte des ehemaligen KZ Buchenwald.
Neben dem Kulturellen lag der Fokus vor allem auf dem Miteinander. So erarbeiteten wir uns in den Gruppen Plakate zu Themen wie dem Klimawandel und zu Utopien. Diese stellten wir den anderen Gruppen während einer Präsentationsrunde (mit genügend Abstand) vor.
Schließlich ging es an den letzten beiden Tagen darum zu beweisen, dass wir die richtigen Gruppen gewählt hatten. Das hieß für mich als Mitglied des „Kreativen Schreibens“, einen Text zum Thema „Anders leben“ zu schreiben. Dabei unterstützte uns der extra angereiste Autor Moritz Hildt, der zuvor noch eine Buchlesung für uns alle gehalten hatte. Mit ihm besuchten wir die Stadt und machten – gar nichts. Wortwörtlich. Wir suchten uns lediglich einen gemütlichen Platz und beobachteten unsere Umgebung und die Menschen um uns herum. Was nach dem Alltag eines Stalkers klingt, führte am Ende sogar dazu, dass wir am Abschlussabend stolz unsere Texte vorführen konnten. Aber auch die anderen Gruppen stellten ihre Arbeiten vor:
So debattierte die Gruppe „Philosophische Debatte“ sehr intensiv, kam dabei aber nicht einmal bis zur eigentlichen Frage, denn darin liegt die Besonderheit dieser Diskussionsform. Es eröffnen sich immer wieder neue, vertiefende Gedankenfelder, die man in einer bestimmten Zeit gar nicht umfassend debattieren kann.
Des Weiteren führte die Schauspiel-Gruppe ein improvisiertes Stück nach Wedekinds „Frühlings Erwachen“ auf und der „Mobile Journalismus“ zeigte zwei selbst gedrehte Videos zu unserem Thema. Wo am ersten Tag noch unsichere Blicke ausgetauscht wurden, entstand im Verlaufe der Zeit eine enge Gemeinschaft aus polnischen und deutschen Schülern. Es hatte sich eine so enge Gemeinschaft gebildet, dass niemand an jenem Abschlussabend daran zweifelte, dass dies alles eine Woche verpassten Schulstoff wert war.
Eine SchulBrücke im Jahr 2020 zu organisieren und durchzuführen, war ein Kraftakt, den die Mitarbeiter dieses Projekts jedoch mit Vergnügen stemmten. Genau diese Leidenschaft ist es, die die SchulBrücke jedes Jahr wieder zu einem wahren Erfolg macht!
An dieser Stelle möchte ich mich bei Dr. Frithjof Reinhardt und Steve Eichler recht herzlich bedanken – auch im Namen von Rosaly H. und Susanne L.

Alexandra Kiefer

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