Projekte an der Schule

Welche Projekte gibt es an unserem Gymnasium? Was erwartet die Schüler in den verschiedenen Klassenstufen. In welchen Bereichen engagiert sich unsere Schule und vieles mehr. Hier finden Sie viele Informationen zu wiederkehrenden Projekten unserer Schule.

Projekt "Lernen lernen" in Klassen 5/6

Ziel: Entwicklung von individuellen Lernstrategien und damit von Lernkompetenz

Konzeption zur Förderung von Lernkompetenzen am Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha:

Unsere Schülerinnen und Schüler erwerben Lernstrategien, die selbstorganisiertes und selbstverantwortetes Lernen unterstützen und auf lebenslanges Lernen vorbereiten.

Lernstrategien sind individuelle Vorgehensweisen zur Erreichung von Lernzielen unter Verwendung bestimmter Lern- und Arbeitstechniken.

Lernkompetenz beinhaltet die Fähigkeit und Bereitschaft, Lernvorgänge selbstständig zu planen, zu strukturieren, zu überwachen, ggf. zu korrigieren und auszuwerten.

Ziel der Entwicklung von Lernkompetenz – laut Sächsischem Lehrplan – ist es, dass Schüler ihre eigenen Lernvoraussetzungen realistisch einschätzen können und in der Lage sind, individuell geeignete Techniken situationsgerecht zu nutzen.
Bereits ab Klassenstufe 5 beginnt die Vermittlung und Festigung von grundlegenden Handlungsmustern der Formen gymnasialer Lernkompetenz.

Im Mittelpunkt der Entwicklung von Lernkompetenz vom 5. bis 12. Schuljahr stehen Lernstrategien.
Diese umfassen für alle Schuljahre:

Basisstrategien,
die dem Erwerb, dem Verstehen, der Festigung, der Überprüfung und dem Abruf von Wissen dienen. Sie sind auf die Handhabung von Lernmitteln gerichtet.
Lernmittel sind: Lehrbücher, Bilder, Karten, Medien, Wörterbücher, Nachschlagewerke, Tabellen, Diagramme, Vorträge, Experimente, Fotografien, etc.

Lern- und Arbeitstechniken:
Diese dienen der Beschaffung, Überprüfung, Verarbeitung, Speicherung und Aufbereitung von Informationen. Dazu gehören z.B. Lese-, Schreib-, Memo-, Recherche-, Strukturierungs-, Visualisierungs-, Redetechniken, etc.

Techniken der Arbeits-, Zeit- und Selbstregulation,
wie z.B. Arbeitsplatzgestaltung, Hausaufgabenmanagement, Arbeits- und Prüfungsvorbereitung, Zeiteinteilung und -nutzung, Wechsel von Anstrengung und Entspannung, etc.

Techniken der Kommunikation und Kooperation:
‚Vortrag, Diskussion, Verteidigung, Streitgespräch, Verhandlung, Streitschlichtungs- / Vermittlungstechniken, Werbe- und Überzeugungsgespräche, Präsentationen, Erklärungen, etc.
Grundlage der Kommunikation ist eine umfassende Befähigung zum Gebrauch
der Sprache als Mittel der Mitteilung und Verständigung.

Techniken des Anlegens von Wissensspeichern,
wie Anlegen und Führen der Fachhefter, Anlegen von Sammlungen und eigenen Lerndateien, etc.

Techniken der Präsentation von Lern- und Arbeitsergebnissen:
Texte, Plakate, Übersichten, Filme, Powerpoint-Präsentationen, Praktikumsberichte, Protokolle, etc.

Techniken des Findens, Erkennens und Definierens von Problemen,
Lösungswegen von Problemen, einschl. Kreativtechniken wie Brainstorming, Mind-Mapping, etc.

Konkrete Umsetzung durch Lehrer:
• Lernkompetenz-Materialsammlung im Lehrerzimmer zur Einsicht für alle Kollegen vorhanden
• Anleitung aller Lernmoderatoren (2x im Schuljahr) durch Beratungslehrer
• enge Zusammenarbeit der Lernmoderatoren mit allen Fachlehrern
• Verantwortlich: Beratungslehrer, Fachleiter, Fachlehrer

Konkrete Umsetzung für Schüler:
• 1 Block 14tägig Unterricht im Klassenverband bei einem Lernmoderator
• 1 Block 14tägig Förderunterricht in Deutsch, Mathematik oder Englisch
• Führen eines Hefters „Lernen lernen“ (Klasse 5/6)
• Arbeit mit dem Schülerheft „Lernen lernen für 5./6.Klasse“ v. Endres/Frank
• Arbeit mit dem Schülerheft „Lernen lernen für 6./7.Klasse“ v. Endres/Frank
• Verantwortlich: Schüler, Lernmoderatoren, Klassenleiter, Fachlehrer

Einbeziehung der Eltern:
• Elternabende zum Thema „Lernen lernen“ / Lernregeln : (Was sollten Eltern über das Lernen wissen?)
• Die Eltern informieren sich über die wichtigsten Regeln für erfolgreiches Lernen und erfahren, was sie dazu beitragen können.
• Verantwortlich: Klassenleiter, Elternvertreter, Eltern

Qualitätsmanagement

Ziel des Projektes war die Verbesserung der systematischen Zusammenarbeit der Kollegen zu Fragen des Unterrichts bis März 2015, indem an der Schule in den einzelnen Fachbereichen gemeinsame Planungen zur Behandlung von Unterrichtsthemen stattfinden, die Kollegen gemeinsame Unterrichtsprojekte durchführen und Unterrichtsthemen häufig fachübergreifend behandeln.

Zu folgenden Schwerpunkten wurden innerhalb des Projektes Maßnahmen realisiert:

• fächerverbindender Unterricht
• Fachkonferenzarbeit
• Einsatz moderner Medientechnik
• kollegiale Unterrichtsreflexion
• pädagogische Werkstatt
• individuelle Förderung

Außerdem organisierte das Q-Team vier pädagogische Tage:
15. Oktober 2012: Kommunikation in der Schule
8. Juli 2013: Lehrergesundheit
20. August 2013: Gemeinschaftspflegetag Dresden
2. Mai 2014: Schulleben

Aus Projektmitteln finanzierten wir die Anschaffung mehrerer Schullizenzen sowie zahlreicher Bücher, die in unserer Bibliothek zur Verfügung stehen. Unsere gesammelten Erfahrungen und die entwickelten Kompetenzen bilden die Grundlage für die erfolgreiche Überführung des Qualitätsmanagements in den Regelbetrieb der Schule.

Axel Mohr, Q-Team-Leiter

Qualitätssiegel

Seit vielen Jahren wird die Berufs- und Studienorientierung sowie die weiterführende Beratung durch die Beraterin für akademische Berufe der Agentur für Arbeit, Frau Jochade, sehr ernst genommen.
Mit einer klaren Struktur werden die Schülerinnen und Schüler der Stufen 5 und 6 mit Exkursionen für die Arbeitswelt sensibilisiert, Sozialverhalten wird bewusst gemacht. In den Stufen 7 und 8 wird über die Arbeitswelt praxisorientiert informiert, Berufsfelder und  –bilder werden im Profil- und fächerverbindenden Unterricht vermittelt.
Eine Konkretisierung der persönlichen Zukunftsvorstellung erfolgt in den Stufen 9und 10. Ein unverzichtbarer Begleiter ist dabei der Berufswahlpass. Traditionell lernen die Schülerinnen und Schüler das Berufsinformationszentrum Leipzig kennen, bekommen Informationen über normgerechte Bewerbungen und werden gelenkt, regionale Messen und Unternehmen zu besuchen. Sie nehmen auch am jährlichen Traumberufetag teil.
 Die letzte Etappe in den Stufen 11 und 12 bringt zumeist schon die Entscheidung für den Berufsweg. Dann haben alle Schülerinnen und Schüler mindestens zwei persönliche Beratungsgesprächstermine, studienfeldbezogene Tests und drei Traumberufetage absolviert und sind gut auf die Zeit nach dem Abitur vorbereitet.
Mit diesem klaren Konzept unter Mitwirkung aller Lehrer, zahlreicher Eltern, Kooperationspartner wichtiger regionaler Hochschulen und Unternehmen und ehemaliger studienerfahrener Schüler haben wir uns erfolgreich für das „Sächsische Qualitätssiegel für Berufs- und Studienorientierung“ beworben.

 Als erste Schule im Regierungsbezirk Leipzig und viertem sächsischen Gymnasium überhaupt wurde uns diese Auszeichnung am 2. November 2016 durch die Staatsministerin für Kultus, Frau Brunhild Kurth, sowie Herrn Klaus-Peter Hansen und Herrn Hans-Richard Würkner, Landratsamt Meißen, verliehen.

Christian Krusemark, ehem. Lehrer für Berufs- und Studienorientierung

Qualitätssiegel